Kameraden aus dem Landkreis Greiz lernen das Schminken für den Ernstfall
Unter Organisation der Kreisjugendfeuerwehr Greiz e.V. sind Schminktechniken für die Notfalldarstellungsgruppe einstudiert worden. Das soll die Mitglieder auf den Ernstfall vorbereiten.
In der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda gibt es seit über 10 Jahren eine Notfalldarstellungsgruppe, die Einsatzübungen für die Einsatzabteilung vorbereitet, so Christian Komorowski, Vorsitzender der Kreisjugendfeuerwehr Greiz e.V. und Kreisjugendfeuerwehrwart aus dem Landkreis Greiz. Die Notfalldarstellungsgruppe besteht derzeit aus 6 Kameradinnen und Kameraden der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda, sowie der Abteilungen Bernsgrün und Pöllwitz. Diese Gruppe wurde nun um 6 Kameradinnen und Kameraden erweitert.
Insgesamt nahmen an diesem Lehrgang 16 Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren des Landkreises Greiz teil. Hierzu zählen die Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren Bernsgrün, Zeulenroda, Langenwetzendorf, Kraftsdorf, Auma-Weidatal, Greiz-Obergrochlitz, Greiz-Caaschwitz und Mohlsdorf
Unsere Notfalldarstellungsgruppe hat bereits viele Großübungen für die Kameraden der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda begleitet.
Übungen für Notfallszenarien stehen bei den Feuerwehren der Region regelmäßig auf dem Programm. Doch essenziell dabei ist nicht nur, die Feuerwehrleute an das Verhalten im Notfall heranzuführen, sondern diesen auch möglichst realistisch darzustellen, damit im Ernstfall für Zweifel kein Platz bleibt. Neben den Notfallmimen fordert das auch von den Menschen hinter den Kulissen, die die Wunden schminken und echt aussehen lassen, Höchstleistungen. Ob Schnitt-, Platz- oder Brandwunden, eine abgeschnittene Fingerkuppe, eine offene Fraktur oder Glassplitter in einer Verletzung: In einem Lehrgang, organisiert von der Kreisjugendfeuerwehr Greiz e.V. führten im Zeitraum vom 22.-23.11.2025 Katrin Fritz von der Notfalldarstellungsgruppe Ostthüringen die Kameradinnen und Kameraden in der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda an die Schminktechniken heran. „Man kann zwar nicht alles spielen, dafür kann man aber alles schminken“, ist Komorowski überzeugt.
Nur der Zeitdruck für die Vorbereitung der Notfalldarsteller sitze einem immer im Nacken. Lediglich fünf bis sechs Minuten blieben meist zum realistischen Schminken pro Mime.
Durch die Übungen weiß man von vornherein, wie man mit verletzten Personen umgehen muss – ohne Schminken besteht die Gefahr, in eine mögliche Verletzung zu greifen, so die Erfahrung der Teilnehmer. Im Einsatz hat man keine Zeit, groß darüber nachzudenken, du regierst einfach. Das holt einen erst später ein, schätzt Christian Komorowski die Probeeinsätze zum Training mit Notfalldarstellern. Das sei zwar auch mit einem Dummy möglich, doch der reagiere eben nicht so wie ein Mensch, der mit den Einsatzkräften spricht und Schmerzen präsent macht. Einige Teilnehmer waren bereits zum zweiten Mal zum Lehrgang. Schnell sind die ersten Kniffe beim Umgang mit Wachs, Modellierkitt, Fettschminke und Kunstblut erlernt, so, dass Wunden auf den Armen und der Stirn der Kursteilnehmer aufklaffen und für die nächste Notfalldarstellung die perfekten Voraussetzungen für eine realitätsnahe Einsatzsimulation geschaffen sind.
Christian Komorowski
Vorsitzender
Fotoserien
Bilder zum Lehrgang Notfalldarstellung im November 2025 (SO, 23. November 2025)
Bilder zum Lehrgang
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